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Als Praktikant bei der Unternehmensberatung »undconsorten«

Justus Schömann
Inhaltsverzeichnis

Wie läuft ein Praktikum bei einer Unternehmensberatung ab?

Dies kann Euch Justus erzählen: Die Erlebnisse seiner ersten Woche hat er zusammengefasst, um Euch einen Einblick in den Alltag bei »undconsorten« und ganz generell auch eines Praktikanten in der Unternehmensberatung zu geben.

Die Projekte während seines Praktikums beinhalteten die Überarbeitung des Performance Managements für einen großen, deutschen Handelskonzern sowie ein strategisches Review der Organisation eines führenden Immobilienkonzerns. Darüber hinaus unterstützte Justus bei einem Roundtable mit internationalen Führungskräften von EURO-STOXX- und DAX Konzernen und arbeitete an zwei Proposals mit.

Montag

Der Wecker klingelt um 5 Uhr morgens – da muss ich mich als Student erst noch dran gewöhnen! Nach einem Kaffee geht dann aber alles ganz schnell: Per Carsharing, Flieger und Bus geht es von München aus in unser Berliner Büro, in welchem alle ihren ersten Tag haben, da Berlin unser größter Standort ist. Mein erster Arbeitstag als »Consorte« beginnt dort gleich mit einem gemeinsamen Büro-Frühstück, das extra anlässlich meines Praktikumsstarts
organisiert wurde. Da der Montag bei undconsorten in der Regel ein »Office-Tag« ist, kann ich in diesem Rahmen fast alle meine neuen Kollegen in einer lockeren Runde kennenlernen und bekomme direkt jede Menge Tipps für einen gelungenen Start.

Hier erfahre ich auch, was meine erste Aufgabe sein wird: Die Mitarbeit an einem Proposal zur Entwicklung einer globalen »Learning«-Strategie für eine der größten internationalen NGOs. Nach dem Frühstück geht es dann richtig los: Maria, die mir schon vor dem Praktikumsstart bei allen Fragen weitergeholfen hat, stattet mich mit Laptop und Smartphone aus, dann beginnt eine Einweisung durch meinen »Buddy« Lisa. Sie wird während des Praktikums meine Ansprechpartnerin für alle Fragen sein, welche man sich oft nicht zu fragen traut. Sie erklärt mir von der Reiseplanung über die Kaffeemaschine bis hin zu hilfreichen PowerPoint-Tools ausführlich alles, was ich zu Beginn wissen muss.

Im Anschluss verschaffe ich mir einen ersten Eindruck von meinem eigentlichen Projekt sowie dem entsprechenden Kunden, bevor ich am Nachmittag von Leonie und Lisa genauer instruiert werde.

Vorher steht jedoch noch der jeden Montag stattfindende Office-Lunch an, bei dem sich alle Consorten in informeller Runde über alles rund um die Firma austauschen. So bekomme ich schnell einen Überblick, was auf der Agenda der Kolleg*innen steht und welche Themen intern derzeit aktuell sind.

Bei der Einweisung in das Projekt durch Leonie und Lisa erfahre ich dann, dass ich bei unserem strategischen Review eines Immobilienkonzerns Workstreams in den Bereichen »Prozesse« und »Organisationsaufbau« übernehmen werde und schon nächste Woche zum ersten Meeting beim Kunden mitkommen werde. Bis zum Ende des Tages lese ich mich weiter in meine beiden Projekte und das Proposal ein und freue mich schon auf die anstehenden Tage.

Dienstag

Auch an meinem zweiten Tag bin ich noch in Berlin, da die erste Woche wie eine Art »Bootcamp« mit den neuen Kollegen sein soll und mir als Münchner Praktikant zudem dabei helfen soll, guten Anschluss an die Berliner Kollegen zu finden. Heute ist es jedoch merklich leerer im Berliner Büro: Die meisten Kolleg*innen sind bis Donnerstag unterwegs beim Klienten, so auch die Mitglieder meines Projektteams, die noch bei weiteren Projekten mitwirken.

Mein Team für unser »Learning Proposal« ist jedoch vor Ort und wir haben uns in einen »War Room« verkrochen, um das Proposal möglichst fokussiert auszuarbeiten: Der erste Entwurf der Präsentation wird diskutiert
und To-dos für den Tag verteilt. Mir werden die Erstellung und Überarbeitung einiger Schaubilder zugeteilt, zudem kümmere ich mich um den wissenschaftlichen Hintergrund, welcher vom potenziellen Klienten gefordert wird.

Auch die Reise in der nächsten Woche muss geplant werden – dank der Unterstützung des undconsorten-Reisebüros ist dies jedoch schnell erledigt. Für meine Todos muss ich mich zunächst noch ein bisschen genauer mit der Büro-Infrastruktur und der undconsorten-Bibliothek auseinandersetzen, was sich aber mit Unterstützung der stets hilfsbereiten Kolleg*innen alles als sehr unkompliziert darstellt.

Nachdem ich das Feedback für meine Schaubilder erhalten und eingearbeitet habe, vertiefe ich mich anschließend in die wissenschaftlichen Grundlagen zum Thema »Learning«. Dies ist besonders interessant für mich, da es das erste Mal in meinem Leben ist, dass ich mich mit dem Gebiet »organisatorisches Lernen« beschäftige.

Mittwoch

Zum Start in den Tag habe ich direkt einen Klienten-Call von meinem Projekt in der Immobilienbranche. Neben der leitenden Personalverantwortlichen hat sich zum Glück auch noch Lisa eingewählt. Nach einer gewissen anfänglichen Nervosität merke ich schnell, dass ich hier als vollwertiges Teammitglied wahrgenommen werde und kann sogar bereits erste Impulse geben, wie ich das Project Management Office (PMO) zur Überwachung der Prozessverbesserung aufsetzen würde.

Natürlich liefere ich noch nicht wirklich viele entscheidende inhaltliche Beiträge, bekomme aber einen spannenden Eindruck von den Herausforderungen und Ansätzen des Klienten. Nachmittags geht es dann mit der konkreten Planung des PMOs weiter, bis schließlich am frühen Abend alle wichtigen Punkte geklärt sind und das weitere Vorgehen feststeht.

Dann endlich habe ich Zeit mich noch einmal kurz mit meinem Team für das Proposal zusammenzusetzen, um den letzten Stand der Theorie zu besprechen und wie ich dies am nächsten Tag am besten auf Folien umsetzen kann. Ein spannender dritter Tag geht zu Ende!

Donnerstag

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Erstellung meines Beitrags für das Proposal: So müssen die vielen neuen »Inputs« des gestrigen Teammeetings nachjustiert, umgesetzt und neue Folien erstellt werden – und das bis zum Abend. Denn das Proposal muss bis zum Ende der Woche abgegeben werden. Zusammen mit meinem Proposal Team aus Felix und Christina ist die Einhaltung der Deadline jedoch kein Problem, sodass am Abend noch Zeit bleibt für mein erstes Teamdinner.

Wir gehen zu einem fancy Japaner mit Berliner Graffiti-Charme. Hier habe ich wie auch die letzten Tage wieder die Gelegenheit, mich mit einem unserer Partner und einem Principal auszutauschen – nur dass es diesmal nicht um die Arbeit, sondern um die Freizeit geht.

Am Abend nehme ich dann noch den letzten Flieger nach München und freue mich, wieder zuhause zu sein, denn in dieser Woche war ich so viel unterwegs wie im ganzen Praktikum nicht mehr. Normalerweise ist man bei undconsorten nur circa drei Tage pro Woche nicht in seiner Heimatstadt.

Freitag

Der erste Tag in meinem Münchner Büro startet und die »Büro-WG« füllt sich langsam, denn wie der Montag ist auch der Freitag in der Regel ein Office-Tag für die Consorten. Dank der Private-Equity-Firma, mit welcher wir uns in München das Büro teilen, bekomme ich beim Mittagessen noch ganz andere spannende Einblicke.

Für mich geht es an diesem Tag mit der Vorbereitung des PMO-Aufsatzes für den Klienten weiter: Ich präsentiere Lisa meine ersten Ideen und bekomme wertvolle Tipps zu hilfreichen Excel-Funktionen sowie einer verständlichen, grafischen Darstellung der Ergebnisse. Nach diesen Inputs erarbeite ich im weiteren Verlauf des Tages mit den bereits vorhandenen Daten eine Rohversion zum Monitoring der Prozessverbesserungen durch das PMO des Klienten. Am Nachmittag drehe ich per Videokonferenz noch einmal eine letzte Schleife mit meinem Proposal Team über unsere Unterlage, damit diese versandbereit ist.

Nach einer intensiven ersten Woche bin ich jetzt jedoch reif für das Wochenende. Kurz vor Feierabend wird es aber noch einmal actionreich: Denn unsere Office Kollegen haben ein paar Drinks organisiert – wir stoßen gemeinsam auf meine erste Praktikumswoche an und das Wochenende wird eingeläutet.

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