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Innovationsmanagement

Bewusste → Planung, → Organisation und Steuerung des Prozesses der Entwicklung neuer Produkte oder Verfahren (Innovationen). Wesentlich ist nach Jürgen Hauschildt die Unstetigkeit dieses Prozesses, so dass eher von Fortsprung als von Fortschritt gesprochen werden kann. Durch die Herstellung eines Innovationsbewusstseins im Unternehmen soll die Fähigkeit vermittelt werden, traditionelle Verfahren, Produkte oder Sachmittel bewusst aufzugeben, um diese durch neue, technisch erstmalige Ideen zu ersetzen. Innovationsbewusstsein darf nicht in Innovationsenthusiasmus und damit dem Verlust von Risikobewusstsein, der Überflutung mit neuen Ideen sowie der Sprunghaftigkeit verwechselt werden. Durch eine prozessuale bzw. systemtheoretische Sicht von Innovationsmanagement sollen diese Gefahren vermieden werden. Neben dem Bewusstsein ist auch ein gewisses Innovationsklima notwendig, welches unter anderem von den sozialen Leistungen eines Unternehmens abhängt, wie rationell materielle Ressourcen eingesetzt werden, in welchem Umfang Forschung und Entwicklung betrieben wird, ob das Unternehmen extravertiert im Sinne von auslandsaktiv ist und ob die finanzielle Situation der Zukunft gesichert ist. Instrumente eines Innovationsmanagements können sog. Technologie-Portfolios (→ Portfolioanalyse), Innovations-Stärken-/Schwächen-Analysen (→ Stärken-Schwächen-Analyse) sowie Technologieprognosen (Technologiefolgeabschätzung) sein. Nach der Qualitätseuphorie der neunziger Jahre (→ Qualitätsmanagement, → Kaizen) scheint in der nächsten Dekade das Innovationsmanagement als Daueraufgabe jedes Stelleninhabers einer der entscheidendsten strategischen Erfolgsfaktoren zu sein. Dies gilt insbesondere für internationale Unternehmen in einem globalen Markt, für die Fähigkeit, Produkte und Verfahren effizienter, flexibler und schneller als der Wettbewerber zu entwickeln und durchzusetzen.